Accuphy PingBeam
SideScan, DownScan und 2D-Sonar in einem Geber, angezeigt auf Tablet oder Smartphone.
Seitensicht auf einem Boot ohne feste Elektronik
SideScan war bisher an ein fest verbautes Display gebunden. Der PingBeam löst diese Verbindung: Geber, WLAN-Box, Strom und ein Tablet, mehr braucht es nicht. Damit lässt sich auch ein Boot ausrüsten, auf dem keine Anlage sitzt und keine sitzen soll.
Umschaltbar sind 455 kHz für die Reichweite und 1.000 kHz für die Detailschärfe, beides im laufenden Betrieb im Menü der App. Im Praxistest lief der Geber mit 40 m Scanbreite je Seite.
Neu in der App V2.0
Das Bild Ihres PingBeam entsteht in der Accuphy-App, und die ist jetzt in Version 2.0 erschienen. Das Update ist kostenlos. Es bringt eine höhere Bildauflösung, eigene Kombi-Ansichten, Offline-Karten und eine neue Bildverarbeitung.
Was die App V2.0 neu kann
| Bildauflösung | Wählbar sind 720p, 1080p und 1440p, zu finden in den Einstellungen unter Bildauflösung. Ab Werk steht die App jetzt auf 1080p Full HD, vorher lag sie bei etwa 720p. Mehr Auflösung zeigt mehr Details, fordert aber auch mehr von Ihrem Handy oder Tablet. Auf älteren Geräten läuft das Bild mit 720p ruhiger. |
|---|---|
| Eigene Kombi-Ansichten | Den Bildschirm stellen Sie sich selbst zusammen: zwei Fenster übereinander oder nebeneinander, oder eine von zwei Aufteilungen mit drei Fenstern. Jedes Fenster bekommt eine Sonaransicht, gespeichert wird unter eigenem Namen. Im Betrieb ziehen Sie die Trennlinie dorthin, wo Sie gerade mehr sehen wollen. |
| Offline-Karten | Kartenpakete laden Sie vorab in die App. Am Wasser zeigt sie die Karte dann auch ohne Internet. Gewässer und verbundene Wasserflächen sind hervorgehoben. |
| Bildverarbeitung | Die App arbeitet mit der neuen V2 Imaging Engine. Dazu hat Accuphy die Werkseinstellungen neu abgestimmt. |
| Bedienung | Einbautiefe und Winkel stellen Sie in einer eigenen Einstellungsleiste ein. Die Sendeleistung ersetzt die frühere Option Target Enhance, die Gitterhelligkeit regeln Sie von 0 bis 100, und Fangplätze speichern Sie als Markierungspunkte statt als Favoriten. |
Tipp für den Umstieg von V1.7
Der Gain startet in der App V2.0 bei 50 % statt bisher 70 %. Übernehmen Sie Ihren alten Wert nicht einfach, denn auch Bildverarbeitung und Werkseinstellungen sind neu. Beginnen Sie bei 50 % und stellen Sie von dort auf Ihr Gewässer ein.
Die App ist kostenlos im App Store und bei Google Play erhältlich.
So arbeiten Sie damit
Gewässer absuchen
Sie fahren mit gleichmäßiger Geschwindigkeit die Kante ab und lassen den PingBeam links und rechts mitschreiben. Spundwände, Steinpackungen, rauer Grund und liegende Objekte zeichnen sich ab, Fische stehen als einzelne Punkte im Bild. Bei 40 m eingestellter Reichweite je Seite bleiben abzüglich der Wassertiefe rund 30 m Grund je Seite übrig, eine Bahn deckt damit etwa 60 m ab.
- 455 kHz für große Suchbahnen, etwa beim Absuchen weiter Flächen
- 1.000 kHz für die Feinsuche mit reduzierter Bootsgeschwindigkeit
- Interessante Stellen als Wegpunkt sichern und später gezielt anfahren
Struktur im Detail prüfen
Ist die Stelle gefunden, schalten Sie auf die kombinierte Ansicht aus SideScan und DownScan und fahren sie langsam schräg an. Mit 1.000 kHz, angehobener Rauschunterdrückung und passender Farbpalette treten der Verlauf einer Kaimauer, das Ende eines Docks und die Steine davor deutlich hervor.
- Farbpaletten von Klassik-Blau über Regenbogen bis Orange und Gelb
- Kombinierte Ansicht aus SideScan und DownScan auf einem Bildschirm
- Wassertemperatur wird in der App mit angezeigt
Zwei Geber an einem Tablet
PingBeam und PingLive lassen sich gleichzeitig mit demselben Endgerät verbinden. Sie suchen die Stelle per SideScan und schauen anschließend im Live-Bild hinein, ohne das Gerät zu wechseln. Für uns ist das die interessanteste Kombination im Accuphy-Sortiment.
Technische Daten
Geber und Sonar
| Sonararten | SideScan, DownScan und 2D-Sonar, vom Hersteller MidChirp 2D genannt |
|---|---|
| Frequenzen | 455 kHz und 1.000 kHz, in der App umschaltbar |
| Scanbreite im Praxistest | 40 m je Seite eingestellt, abzüglich Wassertiefe rund 30 m Grund je Seite |
| Abmessungen Geber | 19 × 5,5 × 3,5 cm |
| Geberkabel | 6 m |
Anzeige und Bedienung
| Verbindung | Accuphy WLAN-Box zwischen Geber und Endgerät, Stromversorgung über die Box |
|---|---|
| Anzeige | Accuphy-App für iOS und Android, Tablet oder Smartphone |
| Ansichten | SideScan einzeln, SideScan und DownScan kombiniert, 2D-Sonar, Karte als Overlay |
| Einstellungen | Reichweite, Frequenz, Rauschunterdrückung, Farbpaletten |
| Farbpaletten | Klassik-Blau, Regenbogen, Orange, Gelb |
| Karten | Apple Karten, Google Earth und OpenSeaMap ladbar, dazu Wegpunkte |
| Wassertemperatur | Anzeige in der App |
| Parallelbetrieb | zwei Accuphy-Geber gleichzeitig an einem Endgerät |
Häufige Fragen
Brauche ich zusätzlich ein Echolot?
Nein. Der PingBeam arbeitet eigenständig mit WLAN-Box und Tablet, ein Display muss nicht mitgekauft werden.
Welches Endgerät brauche ich?
iPad, Android-Tablet oder Smartphone. Die Accuphy-App gibt es für iOS und Android.
Warum wird das SideScan-Bild unruhig?
SideScan lebt von einer gleichmäßigen Bootsgeschwindigkeit. Schwankt sie, verzerrt das Bild, unabhängig vom Gerät.
Lässt sich der Geber mit dem PingLive kombinieren?
Ja. Beide Geber lassen sich gleichzeitig mit einem Endgerät verbinden.
Der PingBeam ist neu am Markt. Wir haben ihn selbst gefischt und sagen Ihnen ehrlich, was er kann und wo seine Grenzen liegen.










